Wo kein Bär steppt, schweigt Wilson!

6. September 2012
Marius

Still ruht der See auf vielen Facebook-Präsenzen von Unternehmen. Dabei lassen sich die Betreiber diesen immer bedeutsamer werdenden Kanal für Produkt- und Imagewerbung einiges kosten. Sie lassen Fanseiten liebevoll in der CI gestalten, investieren eine Menge Kreativität in Unterseiten und locken potenzielle Fans mit Gewinnspielen. Und dann?

„Wir machen häufig die Erfahrung, dass sich Unternehmen sehr ansprechende Fanseiten gestalten lassen, dann aber nicht so recht wissen, wie sie diese mit Leben füllen“, erklärt Lars Bossemeyer. Als Kopf der Social-Media-Experten von Y-SiTE weiß er, wovon er spricht.
Die Kommunikation und der Dialog auf Facebook kann man sich wie eine Cocktailparty vorstellen. Menschen schreiben über menschliches. Über Liebe, Urlaub und die letzte Party. Über Sachen, die sie begeistern, berühren, oder aufregen. Und hier setzt die Kommunikationsstrategie an. Man will auf Facebook keine Produkterklärungen oder aktuelle Angebote lesen. Vielmehr sind die Menschen hinter dem Unternehmen interessant. Was begeistert den Unternehmer, was sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Worauf ist das Unternehmen stolz. Storytelling ist das Zauberwort.
„Meist fehlt der richtige Kick, der die Besucher der Seite dazu animiert, die Inhalte zu teilen, oder von sich aus an die Pinnwand zu schreiben“, sagt er.
Animiert durch den Film „Cast Away – Verschollen“ mit Tom Hanks lässt Bossemeyer auf drögen Facebook-Präsenzen nun Wilson schweigen. „Wilson ist der Volleyball, den Tom Hanks, gestrandet auf einer einsamen Insel, als einzigen Freund und Gesprächspartner hat“, erklärt er. Genau so einsam wie diese Insel sei auch so manche Facebook-Präsenz. Am 9. August wurde Y-SiTEs eigener Wilson auf Facebook geboren und besucht seitdem verwaiste Pinnwände. Was er da tut? „Er postet demonstrativ, dass er nichts postet. Er schweigt, …“, sagt Lars Bossemeyer.
Mit Wilson möchte der Y-SiTE-Chef darauf aufmerksam machen, dass vorhandenes Potenzial oft schlecht genutzt werde, weil Fansite-Betreiber die Klaviatur der Möglichkeiten nicht in vollem Umfang spielen. „Interaktion entsteht durch Image und Begeisterung“, erklärt er. Um diese zu wecken, gelte es, kontinuierlich Aktionen zu entwickeln, die auf einem nachhaltigen Konzept basieren. „Natürlich möchte ich mit der Aktion auch neue Kunden gewinnen, aber in erster Linie geht es mir darum, die Unternehmen wachzurütteln“, sagt Bossemeyer. Denn Fansites einfach vor sich hindümpeln zu lassen, sei rausgeworfenes Geld und ungenutzes Potenzial.
Hier geht es zur facebook-Seite von Wilson:

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