Der KI-Innovations-Hub – Teil 5: KI-Produktiv – Aus "mal ausprobieren" wird "skalieren".
Willkommen zurück zu unserem LinkedIn-Newsletter! Für alle neuen Leser:innen: Der KI-Innovations-Hub ist unsere Plattform, um aus Ideen echte Innovationen zu machen. In neun klar definierten Bereichen begleiten wir den Weg von ersten Experimenten bis zu marktreifen Lösungen.
In den bisherigen Ausgaben haben wir euch mitgenommen zu den KI-Entdeckern, ins KI-Bällebad, in die KI-Teststrecke – und heute steigen wir ein in Teil 5: KI-Produktiv.
Hier passiert der entscheidende Schritt: Aus Experimenten wird produktiver Alltag.
Aus Spiel wird Standard. Aus "mal ausprobieren" wird "skalieren".
Das Projekt: KI-Video-Produktion - Praxis, Learnings und Workflow
Im Mittelpunkt dieses Newsletters steht unser Praxisprojekt zur KI-gestützten Videoproduktion. Unser Ziel: Ein emotionales Video zu produzieren, das Markenwerte transportiert, dabei mit den modernsten KI-Tools arbeitet – aber nicht auf Automatik setzt. Denn: KI allein macht noch kein gutes Video. Der Mensch bleibt der Regisseur, der Kurator, der kritische Blick.
Unser Beispielvideo entstand im Rahmen eines Webinars für den Social Media Club der Akademie Deutscher Genossenschaften sowie dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Im Fokus stehen Marketingleiter:innen und Social-Media-Verantwortliche, die den aktuellen Stand der KI-Videoproduktion kennenlernen möchten.
Emotionale Zielrichtung:
Jede Sequenz transportiert positive, emotionale Werte und spiegelt meine persönliche Beziehung zu Marke, Farben und Erinnerungen wider. Die Geschichte wurde bewusst so gestaltet, dass sie authentisch, nachvollziehbar und nahbar bleibt.
Toolauswahl:
Für die KI-Video-Produktion haben wir mit einer Auswahl bewährter Tools gearbeitet, die sich im Praxiseinsatz gut ergänzt haben. Die folgende Übersicht zeigt, wofür welches Tool konkret genutzt wurde – vom ersten Storyboard bis zum finalen Videoschnitt. Natürlich gibt es zahlreiche weitere Tools am Markt, deren Leistungsfähigkeit sich stetig weiterentwickelt. Zum Zeitpunkt der Produktion (Mai 2025) war z. B. Google Veo 3 noch nicht verfügbar und wurde daher nicht berücksichtigt. Die Auswahl stellt somit einen erprobten, aber nicht exklusiven Baukasten dar
Der Workflow – Schritt für Schritt erklärt
Ideenphase: Die Basis legen Alles beginnt mit einer klaren Zielsetzung: Wen wollen wir ansprechen? Was wollen wir vermitteln? Diese Fragen sind kein Pflichtprogramm, sondern entscheidend für jeden weiteren Schritt. Mit ChatGPT brainstormen wir Assoziationen, Emotionen und Bilder – nicht um die KI einfach machen zu lassen, sondern um als kreativer Sparringspartner neue Perspektiven zu entdecken. Unser Tipp: Lasst die KI groß träumen und sortiert später aus. Denn aus zehn verrückten Ideen bleiben oft ein, zwei geniale Ansätze hängen.
Storyboard & Skizzen: Visualisierung als Team-Tool Sobald die Idee steht, kommt die Visualisierung. Wir formulieren ein Text-Storyboard, das jede Szene beschreibt, und erstellen zusätzlich einfache Skizzen (per Hand, mit ChatGPT oder Grafiktools). Warum dieser Schritt so wichtig ist? Er sorgt dafür, dass alle Beteiligten das gleiche Bild vor Augen haben. Gerade bei KI-Projekten, wo Ergebnisse schwer vorhersehbar sind, hilft diese Vorarbeit, Missverständnisse zu vermeiden und von Anfang an eine klare Linie zu setzen.
Visuals erstellen: Konsistenz sichern: Der Knackpunkt vieler KI-Projekte ist die Konsistenz – besonders bei Gesichtern, Logos, Markenfarben. Für jede Szene generieren wir daher Start- und Endframes, meist mit Freepik, und passen Details gezielt an. Gesichter werden mit Retouching-Tools vereinheitlicht, Logos überprüft und Bildstimmungen feinjustiert. (Den detaillierten Workflow findet ihr im Whitepaper) Ein Learning aus der Praxis: Lieber weniger Szenen, dafür perfekt abgestimmt, als zu viele halbherzige Clips.
Videogenerierung: Den Tool-Mix meistern Hier kommt es auf den Mix an. Kling liefert z. B. tolle Übergänge, Pika glänzt bei Kamerafahrten, Runway bei flüssigen Bewegungen. Wir testen immer mehrere Tools und vergleichen die Ergebnisse, um die besten Elemente auszuwählen. Ein Tipp: Arbeitet mit Start- und Endframes, um die Kontrolle zu behalten – reine Text-zu-Video-Prompts liefern oft keine konsistenten Ergebnisse.
Voiceover & Musik: Die Emotion transportieren Der Ton macht die Musik – im wahrsten Sinne. Für das Voiceover nutzen wir Speech-to-Speech (z. B. ElevenLabs), oft mit einer eigenen Sprachaufnahme als Vorlage, um Betonung, Tempo und Emotion authentisch umzusetzen. Bei der Musik hilft Suno, wobei wir gezielt mit Prompts tricksen (z. B. „mmmmhh“ für ein instrumentales Intro), um genau den gewünschten Sound zu erzeugen. Learning: Es lohnt sich, hier extra Zeit zu investieren – der Unterschied zwischen „okay“ und „großartig“ liegt oft in den Details.
Schnitt & Finalisierung: Aus Rohmaterial wird ein Film Jetzt werden alle Bausteine zusammengeführt – mit CapCut oder Instagram Edit. Wir legen Clips aneinander, setzen Übergänge, gleichen Farben an (Grading) und passen die Musik an die Bildsprache an. Unser Tipp: Nutzt einfache Tools mit flexiblen Funktionen, statt euch in komplexen Programmen zu verlieren. Am Ende zählt nicht die Software, sondern das Gespür für Timing und Stimmung.
Export & Backup: Qualität sichern Der finale Export muss alle Auflösungen harmonisieren, oft mit Upscaling-Tools, um die Qualität zu verbessern. Wichtig: Alle Einzeldateien und Zwischenergebnisse sichern, damit ihr bei Feedback-Schleifen flexibel bleibt. Erfahrung aus dem Projekt: Wer sauber dokumentiert und strukturiert arbeitet, spart sich am Ende stundenlange Nacharbeit.
Warum ist das alles so wichtig?
Viele stellen sich vor, dass ein KI-Video mit einem Klick entsteht. Die Realität: Ohne menschliche Führung liefert die KI inkonsistente Ergebnisse. Gesichter flackern, Marken verschwinden, Bewegungen wirken künstlich. Erst das Zusammenspiel aus kreativem Konzept, klugem Tool-Mix und menschlichem Feinschliff macht aus einem KI-Experiment ein Produkt.
Unsere wichtigsten Learnings:
- Konsistenz = gezielte Kontrolle (Start-/Endframes, Retouching)
- Tools kombinieren statt nur eines nutzen
- Physikalisch komplexe Szenen vermeiden (z. B. Tanzen, Essen)
- Voiceover & Musik kreativ und händisch anpassen
- Schnitt und Grading professionell umsetzen
- Realistische Zeitplanung (1–2 Tage) und Credit-Kosten der Tools (ca. 20–100 Euro)
Vielen Dank fürs Lesen – teilt den KI-Innovations-Hub!
Euer KI-Innovations-Hub-Team
Y-SiTE – Die Social Media Agentur
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von ChatGPT 4o und o3-mini sowie Perplexity (Claude 3.7 Sonnet) erstellt.
Das Titelbild kommt von Freepik.
Das Sahnehäubchen: Unser Whitepaper
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